Flug in die Stille - ein Hausbesuch bei Tomas Tranströmer in Stockholm
(Tagesspiegel vom 7. Oktober 2011)


3. Mai, 4. Mai und 18. Mai 2017

Amerikanische Grillen:
Pennsylvanisches Tagebuch

Buchpremiere & Lesung mit dem Autor


Potsdam + Dresden + Berlin


Mittwoch,
3. Mai 2017 um 19 Uhr
im Haus der Natur,
Lindenstraße 34 in
Potsdam

Donnerstag,
4. Mai 2017 um 19 Uhr
im Literaturhaus Villa Augustin,
Antonstraße 1 in
Dresden

Donnerstag,
18. Mai 2017 um 20 Uhr
im Literaturforum im Brecht-Haus,
Chausseestraße 125 in
Berlin




Sonnabend,
22. Oktober 2016 um 16 Uhr


Lustwandel:
Buchpräsentation & Lesung mit dem Autor


Café Mahlsdorf
Hönower Str. 65
Mahlsdorf, 12623 Berlin



Wie Singdrosseln und Sardinen vor ihren wegelagernden Fressfeinden den Schutz des Schwarms suchen, ballen sich die kleinsten und feinsten Gedichte von Richard Pietraß, von ihm krude als „Krill“ abgetan, vor seinen liebestollen Freunden zu pulsenden Pulks.

Die Kuss- und Mooskissenreise führt in den märkischen Sand und ins Wendland, nach Paris und Pennsylvania und vollbringt mit mozartischer Feder die Ehrenrettung von erotischem Medaillon und europäischem Haiku.




Dienstag, 13. September 2016 um 20 Uhr
Gedicht und Gedanke: Richard Pietraß im Gespräch mit Sebastian Kleinschmidt
Literaturforum im Brecht-Haus, Chausseestraße 125, 10115 Berlin-Mitte

Jüngst erschienen Lesarten, die Sebastian Kleinschmidt in der von Marcel Reich-Ranicki begründeten „Frankfurter Anthologie“ veröffentlichte. Pietraß, Gastgeber der Reihe „Dichterleben“, war so begeistert, dass er den langjährigen Chefredakteur von „Sinn und Form“ zum Gespräch über diese exemplarischen Deutungen und Kommentare einlädt: zu Hölderlins Morgenfeier und Brechts Klettern in Bäumen, Storms Nachtigall und Huchels Havelnacht, Hilbigs Kesselhaus und Borchers‘ Umzug – zum Gipfel- wie Zipfelvergnügen um Erste und Letzte Dinge.

Einlass ab 19 Uhr, Eintritt 5 Euro/3 Euro


Dienstag, 21. Juni 2016 um 20 Uhr
Dichterleben: Jan Wagner im Gespräch mit Richard Pietraß – Abschluß der “Dichterleben”-Reihe
Literaturforum im Brecht-Haus, Chausseestraße 125, 10115 Berlin-Mitte

Ein Dichter, geboren nach Kriegsende im sächsischen Lichtenstein, ein Himmelsbestauner und Höllenfahrer, den bamselnde Amseln ebenso befeuern wie die Kuriositätenkabinette der Liebe, vor denen er das Säugerknie beugt. Holunderbeschwörer, Verehrer von Zehenküssen und Murmelkraut, Schattenalge und Auwald, Blauwal und Wind, weitgereister Poet von barocker Sinnenfreude, Lobredner auch der Ampfersuppe, mal zärtlich und mal deftig.
Ein Mann, so großherzig wie großherzogbärtig und –bäuchig, dem man beschwingt vom Glück zum Glucksen und von dort zur Glucke der letzten Dinge folgt – und seit Jahrzehnten ein Mittler von Gnaden, Herausgeber des „Poesiealbums“, Übersetzer und immerjunger, stets neugieriger Gesprächspartner.
Zum Abschluß seiner „Dichterleben“-Reihe soll nun Richard Pietraß selbst von seinem Leben, seinem Schreiben, seinen Plänen berichten, die umfassend sein sollen, sein müssen, denn, wie es bei ihm heißt: „Herrlich/ währt noch lange.“



Mittwoch, 13. April 2016 um 19 Uhr
Dichterleben: Richard Pietraß im Gespräch mit Alain Lance
Literaturforum im Brecht-Haus, Chausseestraße 125, 10115 Berlin-Mitte

Im Widerhall des Weltkriegs in Bonsecours an der Seine geboren, studierte der brüderliche Franzose in den sechziger Jahren in Paris und Leipzig Sprache und Literatur des befreiten Feinds. In dessen gespaltenem Land fand er Frau und Freunde, deren Zeilen er sich auf der Zunge zergehen ließ und an sein Versufer trug. Die Retourkutsche ließ nicht auf sich warten und schenkte uns Confiserien seines verspielten Geists: „die Lippe leicht am Riß der Zeit."


Mittwoch, 03. Februar 2016 um 20 Uhr
Dichterleben: Richard Pietraß im Gespräch mit Hans-Eckardt Wenzel
Literaturforum im Brecht-Haus, Chausseestraße 125, 10115 Berlin-Mitte

Als Matrose an Land fühlt sich der bärtige Barde, wenn er mit seiner schön geschwänzten Nixe in den Eiszeitwellen der Uckermark treibt. Als fahrender Sänger seiner prallen wie melancholischen Lebenslieder gefeiert, macht er uns Gänsehaut, dringt ins Seelenfleisch. So murmelt, so singt er hin, Schiffchen im Schaukelstuhl der Ozeane.


Donnerstag, 21. Januar 2016 um 19 Uhr
Wünschelrute: Richard Pietraß liest Gedichte aus vier Lebenszeiten
Café Canapé, Wolfshagener Straße 87, 13187 Berlin-Pankow

Im zweiten Salon des Café Canapés, das noch bis zum 14. Februar Gerda Lepkes Arbeiten in seinen Räumen ausstellt, liest Richard Pietraß Gedichte aus vier Lebenszeiten.

Eintritt 7 Euro

Anfahrt:
Das Café Canapé liegt knapp 10 Minuten Fußweg vom S- und U-Bahnhof Pankow (S2, S8, S9, U2, Bus M27) entfernt.
Die Haltestelle Pankow Kirche (Tram M1 & 50, Bus 155, 250, 255) kann sogar in weniger als 5 Minuten zu Fuß erreicht werden.
Für eine Kartenansicht bitte HIER klicken.


Dienstag, 08. Dezember 2015 um 20 Uhr
Dichterleben: Richard Pietraß im Gespräch mit Volker Sielaff
Literaturforum im Brecht-Haus, Chausseestraße 125, 10115 Berlin-Mitte

Postkarte für Nofretete, Selbstporträt mit Zwerg, Glossar des Prinzen: Mythische und Märchenfiguren bevölkern die Verse dieses Lausitzer Dorfjungen, der noch als Dichter lieber nach den Sternen der Milchstraße greift als nach den Kartoffeln der Kindheit. Diese eingeborene Sehnsucht ins Große und Weite ließ dem einfältigen Fliegenbeinzähler Libellenflügel wachsen, sattelte ihm einen prächtigen Pegasus.


Dienstag, 13. Oktober 2015 um 20 Uhr
Dichterleben: Richard Pietraß im Gespräch mit Hans Jörg Rheinberger
Literaturforum im Brecht-Haus, Chausseestraße 125, 10115 Berlin-Mitte

Nicht zwischen Skylla und Charybdis trieb die Nussschale des langjährigen Kapitäns des Berliner Max-Planck-Instituts für Wissenschaftsgeschichte, sondern zwischen Verskunst und Zellwissen. Was der in Liechtenstein aufgewachsene welt- und liebeshungrige Student romantisch anging, bringt der Molekularbiologe in seinem Verslabor zum erhellenden Ende. Schielte der junge Dichter nach dem, was die Welt im Innersten zusammenhält, umspielt das wissenssüchtige Menschenkind noch immer des Pudels Kern.


Sonntag, 05. Juli 2015 um 14 Uhr
7. Gottfried-Benn-Tag: Richard Pietraß liest aus "Lustwandel"
Kirche zu Mansfeld in der Prignitz, 16949 Putlitz, OT Mansfeld

Musikalisch begleitet von Florian Juncker mit der Posaune liest Richard Pietraß aus seinem Buch Lustwandel. Anschließend Kaffeetafel im Vereinshaus und Zeit für Gespräche. Wir freuen uns auf Sie.

Der Eintritt ist frei.
Veranstaltet vom Gottfried Benn Förderkreis Mansfeld e.V.


Dienstag, 23. Juni 2015 um 20 Uhr
Dichterleben: Richard Pietraß im Gespräch mit Carl-Christian Elze
Literaturforum im Brecht-Haus, Chausseestraße 125, 10115 Berlin-Mitte

Schockgefrostet durch die Morguegedichte Gottfried Benns gefroren dem sanguinischen Sohn des langjährigen Leipziger Zootierarztes Tinte und Seele. Und es grenzt an ein Wunder, dass er sich davon so erholte, dass in seinem jüngsten Band „Ich lebe in einem Wasserturm am Meer“ seine romantische Ader wieder zu schlagen begann und er zurückfand vom Feinfrust nackter Beschreibung zu einem üppigen Tableau geträumter Innenbilder, der blühenden Brandung seines Rippenkarussells.


Dienstag, 24. März 2015 um 20 Uhr
Dichterleben: Richard Pietraß im Gespräch mit Jürgen Brôcan
Literaturforum im Brecht-Haus, Chausseestraße 125, 10115 Berlin-Mitte

Dieser aus dem Harzvorland gebürtige, schwergewichtige Liebhaber so lupenfeiner wie tagträumerischer Spaziergänge durch die post-industriellen Bio- und Soziotope seiner Wahlheimat an der Ruhr ist ein enzyklopädischer Ruhmmund des unscheinbar Wunderbaren. Seine im Gedicht gefeierten Funde versammeln sich zu einem funkelnden Fundus, einer Schule des Sehens, die uns die Schuppen von den Alltagsaugen nimmt. So wird die Pfütze zum Spiegelsaal, und der gefallene Apfel kehrt zurück ins Paradies.


Freitag, 27. Februar 2015 um 19:30 Uhr
Lustwandel: Buchpräsentation & Lesung mit dem Autor
Stadtbibliothek Lichtenstein
Am Mühlengraben 3
09350 Lichtenstein/Sa.






Donnerstag,
4. Dezember 2014 um 20 Uhr


Lustwandel:
Berliner Buchpremiere
-
Lesung und Gespräch mit dem Autor


Literaturforum im Brecht-Haus
Chausseestraße 125
10115 Berlin-Mitte



Wie Singdrosseln und Sardinen vor ihren wegelagernden Fressfeinden den Schutz des Schwarms suchen, ballen sich die kleinsten und feinsten Gedichte von Richard Pietraß, von ihm krude als „Krill“ abgetan, vor seinen liebestollen Freunden zu pulsenden Pulks.

Die Kuss- und Mooskissenreise führt in den märkischen Sand und ins Wendland, nach Paris und Pennsylvania und vollbringt mit mozartischer Feder die Ehrenrettung von erotischem Medaillon und europäischem Haiku.

Moderation: Ralph Schock

Einlass ab 19 Uhr, Eintritt 5 Euro/3 Euro



Donnerstag, 20. November 2014 um 19 Uhr
Lustwandel: Erste Buchpräsentation und Lesung mit dem Autor
Literaturhaus Villa Augustin, 01097 Dresden, Antonstraße 1

Moderation: Michael Wüstefeld
zu Gast: Gerda Lepke

Wie Singdrosseln und Sardinen vor ihren weglagernden Freßfeinden den Schutz des Schwarms suchen, ballen sich die kleinsten und feinsten Gedichte von Richard Pietraß, von ihm zärtlich Krill genannt, vor seinen liebestollen Freunden zu pulsenden Pulks.
Die Kuß- und Moskissenreise führt in den märkischen Sand wie ins Wendland, nach Paris und Pennsylvania und vollbringt mit mozartischer Feder die Ehrenrettung von erotischem Medaillon und europäischem Haiku.


Dienstag, 11. November 2014 um 20 Uhr
Dichterleben: Richard Pietraß im Gespräch mit Peter Waterhouse
Literaturforum im Brecht-Haus, Chausseestraße 125, 10115 Berlin-Mitte

Die Dichtung des 1956 in Berlin Geborenen, in Niedersachsen Aufgewachsenen und seit Jahrzehnten in Wien Lebenden ist die eines inständig Fragenden. Als Sohn einer Österreicherin und eines immer wieder abwesenden britischen Geheimdienstoffiziers lebte er in zwei Sprachen und erfuhr früh den Sog und die Qual der Selbstvergewisserung, welche ihn zum sprachwachen Poeten machten, der seine Antworten in der Natur findet, die ihn erwachen lässt in einem Apfel aus Licht.

Einlass ab 19 Uhr, Eintritt 5 Euro/3 Euro


Dienstag, 9. September 2014 um 20 Uhr
Dichterleben: Richard Pietraß im Gespräch mit Monika Rinck
Literaturforum im Brecht-Haus, Chausseestraße 125, 10115 Berlin-Mitte

Erkenntnishunger und Schönheitsdurst sind die seelischen Stammzellen der aus Zweibrücken Gebürtigen, die fröhlich die Brücken zum klassischen Gedicht abbricht. Gemahnt der serielle Eingang ihrer gefeierten „Honigprotokolle“ an Schrot- und Gebetsmühlen, versteht sich die Dichterin nicht als Wiederaufarbeiterin, die neuen Denkgleisen die Wortpiste schottert. Lieber ist sie verspielte Imkerin unseres Bienenfleißes im Rapsfeld, aus dem sie Fabulierhonig und Klangschlangen zieht.


Mittwoch, 28. Mai 2014 um 20 Uhr
Dichterleben: Richard Pietraß im Gespräch mit Bernd Wagner
Literaturforum im Brecht-Haus, Chausseestraße 125, 10115 Berlin-Mitte

Nicht Hufschmied wie sein Vater wurde der 1948 im sächsischen Wurzen Geborene, sondern Brandenburger Dorfschullehrer, Erzähler und Versschmied. Stolz und Eigensinn brachten den Neuberliner Mitte der achtziger Jahre von Weißensee nach Kreuzberg, wo er noch heute lebt. Die Schroffheit seiner frühen Gedichte ist dem Erinnern seines Lebens im geteilten und vereinigten Berlin gewichen, das in dem philanthropischen Misanthropen die schlafenden Hunde starker Gefühle weckt.


Mittwoch, 30. April 2014 um 20 Uhr
Dichterleben: Richard Pietraß im Gespräch mit Daniela Danz
Literaturforum im Brecht-Haus, Chausseestraße 125, 10115 Berlin-Mitte

Raum- und Saumtänzerin versunkener Kulturen ist die 1976 nahe der Wartburg Geborene, die in Tübingen, Prag, Berlin und Halle Kunstgeschichte studierte und nun ein Museum leitet. Weiter her als dessen Schätze kommen die von ihren Lesern geschätzten, in mehreren Auflagen gedruckten Gedichte, die heimischer wie eurasischer Geschichte und ihren Schicksalen nachspüren, wie dem des ans Schwarze Meer verbannten römischen Dichters Ovid, dessen „Liebeskunst“ noch uns Handreichung ist.


Mittwoch, 26. Februar 2014 um 20 Uhr
Wandelstern: Dichterlesung und Musik. Lecture musicale Richard Pietrass
Maison Heinrich Heine; Cité internationale universitaire de Paris; 27c, bd. Jourdan; 75014 Paris

modération: Alain Lance
traduction: Gabriele Wennemer
avec Michael Metzler, percussions
autour du livre de Richard Pietrass Wandelstern. Die Naturgedichte (Edition Ornament 2012)


maison-heinrich-heine.org

Der deutsche Wald und ein Pariser Kopfkissen werden zur Knister- und Flüstermitte der Lesung des in Berlin lebenden Autors, der zu den wichtigen Poeten der Nachkriegsgeneration gehört. Spielerischer Ernst wie ernstes Spiel sind Markenzeichen dieses Wortfinders und -erfinders, der sich zur Sächsischen Dichterschule rechnet und sich auch als Übersetzer und Herausgeber einen Namen gemacht hat.
Michael Metzler, Glockengiesser und virtuoser Percussionist verschiedenster Instrumente, gibt Proben seines improvisatorischen Könnens, mit dem er den vorgetragenen Gedichten ein so spontanes wie verblüffendes Echo nachschickt.

La forêt allemande bruisse, loreiller parisien crisse au cur des poèmes que nous lit Richard Pietrass. L'auteur, qui vit à Berlin, compte parmi les grands poètes de la génération d'après-guerre, proche de l'école de poésie de Saxe. Ce « pêcheur et inventeur de mots », ludiquement grave et gravement ludique, s'est aussi fait un nom en tant que traducteur et éditeur.
Michael Metzler, fondeur de cloches, percussionniste poly-instrumentiste, est une des étoiles de la grande famille mondiale des joueurs de tambour sur cadre. Ce soir, son talent d'improvisation ponctuera la lecture des poèmes de Richard Pietrass d'un écho aussi spontané que fascinant.





Dienstag, 18. Februar 2014 um 20 Uhr
Dichterleben: Richard Pietraß im Gespräch mit Doris Runge
Literaturforum im Brecht-Haus, Chausseestraße 125, 10115 Berlin-Mitte

Funkelnde Spinnennetze im Weibersommer sind die Gedichte der an der Hand der Eltern von Mecklenburg nach Schleswig-Holstein Gekommenen, die nach spanischen Jahren als Dichterin heimkehrte. Erkennbar an der bestürzenden Kürze und feenhaften Feinheit ihrer schwebenden Gebilde, mit denen sie alles einfängt, was ihr Leben leuchtend macht: Vogelflug und Herzkassiber, Rosenlicht und des Abschieds Würgerwort.


Mittwoch, 27.November 2013 um 19 Uhr
A Tribute to Séamus Heaney: Lesung und Gespräch
Botschaft von Irland, Jägerstraße 51, 10117 Berlin

Mit Peter Fallon Dichter, Herausgeber, Verleger, Dublin; Richard Pietraß, Dichter und Übersetzer, Berlin;
Jan Wagner, Dichter und Übersetzer, Berlin

Er gilt als der beste irische Dichter seit Yeats: Séamus Heaney. Seine großen Themen sind Irland, die Farben seiner Kindheit, die Gerüche seiner Landschaften. Ob Ulster, Fußballfelder oder Strohdächer, Pflanzen, Steine, Geschichten von Menschen und Tieren – er schafft Momentaufnahmen unserer sich wandelnden Welt. »All diese Dinge traten in dich ein, / Als wären sie zugleich die Tür und das, was durch sie kam« heißt es im Gedicht »Markierungen«. »Wir erwarten von jedem Gedicht eine Ahnung dessen, was in der Sprache möglich ist, und spüren sofort, wenn es ihm daran ermangelt.« sagte er 2011 in einem Interview der F. A. Z.

Séamus Heaney (*1939 in Nordirland) veröffentlichte schon während der Schulzeit eigene Gedichte. Von 1989 bis 1994 hatte er den Lehrstuhl für Poetik in Oxford inne. 1995 wurde ihm für sein dichterisches Werk der Nobelpreis für Literatur verliehen.
Séamus Heaney starb am 30. August 2013 in Dublin. Der irische Premierminister gab bekannt, sein Tod bringe »Irland großen Schmerz«. Weiter sagte er: »Für uns war Séamus Heaney der Hüter unserer Sprache und Codes, dessen, was uns als Volk ausmacht.«

Sein Verleger Peter Fallon aus Dublin, seine Übersetzer und Dichterkollegen Richard Pietraß und Jan Wagner lesen aus seinem Werk und sprechen über den Freund und großen Dichter Séamus Heaney.


Mittwoch, 30. Oktober 2013 um 20 Uhr
Dichterleben: Richard Pietraß im Gespräch mit Hartwig Mauritz
Literaturforum im Brecht-Haus, Chausseestraße 125, 10115 Berlin-Mitte

Dieser im seenäugigen Norden geborene, einen Steinwurf hinterm Grenzbach in der Provinz Limburg lebende
Lehrer technischer Fächer ist ein die Sinne umpolender Zauberer. Die Kraft seiner Kehrbilder macht ihn
zum Nachfahren und Gefährten von Dichtern wie dem Polen Julian Przybos, dem Iren Seamus Heaney und dem
jungen Jan Wagner: Die Kirche lässt er unter den Glocken als Schiff fahren, das Echo in nachwachsender
Stille aus dem Papier treten. Und während die Jugend am Bahnhof zum Sprung ansetzt, rollt sein
Mistkäfer die Sonne über den Himmel.

Eintritt 5 Euro/3 Euro


Donnerstag, 3. Oktober 2013 um 17 Uhr
Halbzeit. Lesung zum Tag der Deutschen Einheit
Antiquariat Nils Graf, Berliner Straße 6, 17291 Nordwestuckermark, Fürstenwerder

         Zum Tag der Deutschen Einheit liest Richard Pietraß aus seinen Texten vor und nach der Wende.

Antiquariat Nils Graf (Fürstenwerder), Tel: (039859) 63770


Dienstag, 30. Juli 2013 um 20 Uhr
Wandelstern. die Naturgedichte. Lesung und Gespräch mit Richard Pietraß
Literaturforum im Brecht-Haus, Chausseestraße 125, 10115 Berlin-Mitte

Moderation: Axel Goodbody

Seit der junge Gebirgssachse, beeindruckt von den Leistungen Brockes, Goethes und Eichs, in Berlin
sein erstes Naturgedicht schrieb, sind mehr als dreißig Jahre Spree und Elbe hinabgeschwommen:
Anreiz, Bilanz zu ziehen seines Blickwechsels von der schönen zur wunden Mutter Natur, die ihm,
mit den Augen des Alters, wieder die schöne ist.
Axel Goodbody, Professor an der Universität Bath und Kenner der deutschen Naturlyrik,
wird Pietraß‘ Gedichtwelt durchleuchten und ihn ins ‚Gespräch über Bäume‘ verwickeln.

Eintritt 5 Euro/3 Euro


Montag, 10. Juni 2013 um 20 Uhr
Dichterleben: Richard Pietraß im Gespräch mit Snežana Minic
Literaturforum im Brecht-Haus, Chausseestraße 125, 10115 Berlin-Mitte

Als ihre Qualheimat Serbien in Nationalismus, Krieg und Bruderhass versank, floh die junge Dichterin mit Mann und
kleinen Kindern in ihre deutsche Wahlheimat, deren Sprache sie als Studentin in Belgrad und Berlin gelernt hatte.
Nach zwanzig Jahren in Hamburg heimisch, kehrt ihre Kinderseele noch immer in das großväterliche Apfelbauernland
und zum urgroßmütterlichen Kräuterwissen zurück, obwohl sie längst versucht, mit Worten zu heilen.
Eintritt 5 Euro/3 Euro


Freitag, 31. Mai 2013 um 19:30 Uhr
Richard Pietraß liest „Wandelstern. Die Naturgedichte
Buchhandlung Marion Lubig, Achillesstraße 60 in Karow, 13125 Berlin-Weißensee

Richard Pietraß, Jahrgang 1946, liest aus dem im Dezember erschienenen Band Wandelstern, der seine Naturgedichte
aus drei Jahrzehnten bündelt, die sich wie in einem Kaleidoskop zu einem biozentrischen Weltbild runden.

Eintritt 7 Euro - Reservierungen sind erbeten unter der Telefonnummer 030/ 9438 0673.
Fahrverbindung: S-Bahn Linie 2 Richtung Bernau oder Buch, Station Karow, Weiterfahrt vom Bahnhofsvorplatz
mit Anschluß-Bus Linie 350 Richtung Hofzeichendamm bis Station Bucher Straße/Achillesstraße (5 min Busfahrt)


Freitag, 19. April 2013 um 20 Uhr
Wandelstern: Lesung von Richard Pietraß
Kurt-Tucholsky-Bibliothek (Veranstaltungsraum), Esmarchstraße 18, 10407 Berlin (Prenzlauer Berg)

Richard Pietraß mit Naturgedichten aus drei Jahrzehnten zu Gast in der Lesereihe
der seit 2008 ehrenamtlich geführten Bibliothek.

Eintritt frei (gefördert vom Berliner Autorenlesefonds)
Telefon (Kurt-Tucholsky-Bibliothek): 030/ 4004 8668


Freitag, 5. April 2013 um 20 Uhr
Dichterleben: Richard Pietraß im Gespräch mit Ron Winkler
Literaturforum im Brecht-Haus, Chausseestraße 125, 10115 Berlin-Mitte

Unter den Dichtern seiner Generation ist der 1973 an der Saale Geborene der Tänzelnde, Tändelnde, mit der Sprache und ihren Sachen Händelnde. Sein Weltanschauen scheut blindes Vertrauen und tritt einen Augenblick zurück, um auf den zweiten Klick adäquater und delikater zu sehen, selbst die Natur durch ironische Brechung ihrer Ikonen in ihren Sinngespinsten und poetischen Mutationen, ihren „Fleurs du Malheur“ zu verstehen.
Eintritt 5 Euro/3 Euro


Donnerstag, 7. März 2013 um 20 Uhr
transkrit:05: mehrsprachige Lesung und Präsentation der aktuellen transkrit
Kulturfabrik, Rue de Luxembourg 116, L-4221 Esch-sur-Alzette

Zur Vorstellung der transkrit:05 werden sechs Dichter aus drei Ländern lesen:

  - Ulrike Draesner und Richard Pietraß aus Deutschland
  - Jacques Darras und Marie-Claire Bancquart aus Frankreich
  - Jean Portante und Nico Helminger aus Luxemburg
Musikalisch begleitet wird der lyrische Abend von Franck Hemmerlé.

Weitere Informationen: mail@kulturfabrik.lu / Tel.: +352 55 44 93-1


Mittwoch, 6. Februar 2013 um 20 Uhr
Dichterleben: Richard Pietraß im Gespräch mit Ferdinand Schmatz
Literaturforum im Brecht-Haus, Chausseestraße 125, 10115 Berlin-Mitte

1953 im Weinviertel vor den Toren Wiens geboren, wurde Ferdinand Schmatz nach Kontakten zum Wiener Aktionismus zu einem sprachwachen Avantgardisten und Mitglied des Bielefelder Colloquiums Neue Poesie. Lektor in Tokio und Lehrbeauftragter an österreichischen Kunsthochschulen, bewahrte und befeuerte er seine artistische Dichtung, die stets sinnlich bleibt und in ihren subtilen Wahrnehmungen schwelgt: so in seinem meisterlichen Großgedicht „Donau“, das ihn als Quellgänger und Wellenfänger, Wortklauber und Klangzauberer zeigt, der den Flusslauf zum Lautstrom wandelt.


Sonnabend, 8. Dezember 2012 um 19:30 Uhr
Buchpremiere "Wandelstern": Lesung und Gespräch mit Richard Pietraß
Historischer Bahnhof Chorin, Choriner Dorfstr. 10, 16230 Chorin

Musik: Janni Struzyk (Tuba)

Richard Pietraß, Jahrgang 1946, der Dichter, Übersetzer und Verfasser von Nachdichtungen, Autor mehrerer Gedichtbände, liest aus seinem druckfrischen Band Wandelstern, der seine Naturgedichte aus drei Jahrzehnten bündelt, die sich wie in einem Kaleidoskop zu einem biozentrischen Weltbild runden. Pietraß war schon früh Teilnehmer der „Brodowiner Gespräche“ und wurde 2oo4 mit dem Erwin-Strittmatter-Preis, dem Literaturpreis Umwelt des Landes Brandenburg geehrt.

Außerdem wird Richard Pietraß über seine Erfahrungen als Herausgeber der Lyrikreihe Poesiealbum, berichten, in der bis heute mehr als 300 Hefte, erschienen sind. Die 1967 in der DDR begründete Reihe wurde 1977-1979, dem Jahr seiner politischen Entlassung aus dem Verlag, von Pietraß herausgegeben. Einen Monat nach der Währungsunion 1990 wurde sie eingestellt. Seit 2oo9 ist Richard Pietraß erneut Herausgeber dieser 2007 fortgesetzten legendären Edition. Wie es gelang, diese Reihe durch die zweite Hälfte der 70er Jahre und die achtziger Jahre, ja schließlich durch die Wende zu bringen und 2007 wieder zu beleben, ist ein spannendes Kapitel und wirft Fragen zur Produktion und Rezeption von Lyrik in unterschiedlichen gesellschaftlichen Systemen auf.

Janni Struzyk hat Tuba in Berlin und Weimar studiert, nachdem sie Blockflöte, Posaune und Klavier gelernt hatte und lange Chorsängerin war. Sie spielt in großen Orchestern und in kleinen und klitzekleinen Kammermusikbesetzungen, sowohl in Jazzorchestern als auch tiefernst, am liebsten mit dem Schlagwerker Friedemann Werzlau als Duo „pinx.it“ die eigenen Stücke.


Mittwoch, 5. Dezember 2012 um 20 Uhr
Dichterleben: Richard Pietraß im Gespräch mit Christian Lehnert
Literaturforum im Brecht-Haus, Chausseestraße 125, 10115 Berlin-Mitte

Gewunden ist der Weg des elbsächsischen Bausoldaten zu seinem Weltwissen, das noch dem Theologen und Gemeindehirten Plattform bohrender Neugier bleibt und ihn, trotz Daseinsjubel, in Zweifelschwefel treibt. Bühne seines Räsonnements sind auch die lichten Tagebuchgedichte, Siegel einer Gottgewißheit, die in Suche dauert: Altäre, aus Fragen aufgemauert.
Eintritt 5 Euro/3 Euro


Mittwoch, 10. Oktober 2012 um 20 Uhr
Dichterleben: Richard Pietraß im Gespräch mit Brigitte Struzyk
Literaturforum im Brecht-Haus - Palais am Festungsgraben, Am Festungsgraben 1, 10117 Berlin-Mitte

Nach dem Zweiten Weltkrieg in Thüringen geboren und von den Weimarer Wölfen gesäugt, reifte Brigitte Struzyk zu einer
Dichterin, die ihrem Alltag eine Feder aufsteckt, sich als Berliner Lerche wolkenhoch aufschwingt und als Kummerlumme
in die Tiefen ihres Seelenkellers dringt. So verschwistert sie das Vernachlässliche mit dem Unvergesslichen, bannt sie
das Endliche wie das Unendliche durch das Menschliche.
Eintritt 5 Euro/3 Euro


Mittwoch, 6. Juli 2012 um 20 Uhr
Dichterleben: Richard Pietraß im Gespräch mit Benedikt Dyrlich
Literaturforum im Brecht-Haus - Palais am Festungsgraben, Am Festungsgraben 1, 10117 Berlin-Mitte

1950 im sorbischen Sprachkreis der Oberlausitz geboren, wurde der Sohn eines Kleinbauern, Tischlers und Schnitzers von
dem Wunsch beseelt, zu wurzeln und zu fliegen. Das ließ sich ihm nur in einem einzigen Leben vereinen: dem des Dichters.
Der wurde er, nach anderen Anläufen, noch jung und mit wachsendem Echo für seine Poesie unbeirrbaren Bewahrens
der Tradition und ihrer gleichzeitigen Sprengung in Freiheit und Feuerwerk eines beflügelten Lebensgefühls, wie es
sich in seinen übermütigen Liebesgedichten zeigt.
Eintritt 5 Euro/3 Euro


Montag, 28. November 2011 um 19 Uhr
Richard Pietraß: Pariser Lust
Buchpremiere und Deutsch-Französische Lesung mit dem Autor und
seinen Übersetzern Alain Lance und Gabriele Wennemer

Goethe-Institut - 17 avenue d'Iéna, 75116 Paris

Von den Seiten des Goethe-Instituts Paris:
„Geschätzt als melancholischer Sprachspieler der Sächsischen Dichterschule gelingt dem seit vierzig
Jahren in Berlin lebenden Autor mit diesen übermütigen kurzen Gedichten etwas Kostbares: hochpoetisch
und zugleich heiter Zeugnis zu geben von einer seiner späten Liebe, die ihren Mittelpunkt in Paris hat,
immer aber auch ein offenes Auge behält für die Lust der anderen. So hatten die beiden Nachdichter,
der Freund Alain Lance, selbst ein funkelnder Poet, und die sprachverliebte Dolmetscherin
Gabriele Wennemer, alle Zungenhände voll zu tun, diese Gaukelspiele und Feuerwerkskörper
heil ans französische Ufer zu zaubern und nochmals in den Himmel zu schießen.“
Eintritt frei - Reservierung empfohlen: Tel. +33 1 44439230


Dienstag, 1. November 2011 um 20 Uhr
Tomas Tranströmer - Ein großer Dichter aus Schweden!
Lesung & Gespräch über den Literaturnobelpreisträger 2011 mit Richard Pietraß

Literaturladen Wist in der Dortustr. 17, Potsdam

Das schmale lyrische Gesamtwerk von Tomas Tranströmer hat auch außerhalb Schwedens großen Einfluß ausgeübt; besonders aber in Deutschland. In seinen Gedichten kommt eine innere, erträumte Welt hinter der Wirklichkeit zur Sprache, die in ihrer exakten Schönheit ein Gegenbild zeichnet. Ganz Schweden ist über die Juryentscheidung hellauf begeistert, denn Tranströmer ist ihr größter lebender Dichter. Richard Pietraß ist einer seiner Übersetzer und hat zahlreiche Gespräche mit dem schwedischen Autor geführt. Des weiteren betreut er die traditionsreiche Lyrikreihe "Poesiealbum", in der Ende Oktober ein Tranströmer-Heft erscheinen wird.
Moderation: Hendrik Röder
Eine Veranstaltung des Brandenburgischen Literaturbüros und des Literaturladens Wist.