Flug in die Stille - ein Hausbesuch bei Tomas Tranströmer in Stockholm
(Tagesspiegel vom 7. Oktober 2011)
Freitag, 10. Februar 2012 um 19:30 Uhr
Richard Pietraß: Pariser Lust
Zur ersten Berliner Lesung nach der Pariser Buchpremiere lesen
der Autor
und seine in Paris lebende Übersetzerin Gabriele Wennemer.
Buchhandlung Lubig, Achillesstraße 60 in Karow, 13125 Berlin-Weißensee
Geschätzt als melancholischer Sprachspieler der Sächsischen Dichterschule gelingt dem seit vierzig
Jahren in Berlin lebenden Autor mit diesen übermütigen kurzen Gedichten etwas Kostbares:
hochpoetisch
und zugleich heiter Zeugnis zu geben von einer seiner späten Liebe, die ihren Mittelpunkt
in Paris hat,
immer aber auch ein offenes Auge behält für die Lust der anderen. So hatten die beiden
Nachdichter,
der Freund Alain Lance, selbst ein funkelnder Poet, und die sprachverliebte Dolmetscherin
Gabriele Wennemer, alle Zungenhände voll zu tun, diese Gaukelspiele und Feuerwerkskörper
heil ans
französische Ufer zu zaubern und nochmals in den Himmel zu schießen.
Eintritt 7 Euro - Reservierungen sind erbeten unter der Telefonnummer 030/94380673.
Fahrverbindung: S-Bahn Linie 2 Richtung Bernau oder Buch, Station Karow (10-Minuten-Takt),
Weiterfahrt vom Bahnhofsvorplatz mit Anschluß-Bus Linie 350 Richtung Hofzeichendamm
bis Station Bucher Straße/ Achillesstraße
Mittwoch, 1. Februar 2012 um 20 Uhr
Dichterleben: Richard Pietraß im Gespräch mit Jochen Winter
Literaturforum im Brecht-Haus, Chausseestraße 125, 10115 Berlin-Mitte
Verläßt ein dreißigjähriger deutscher Dichter seine Sprechzelle, um fortan in Frankreich zu leben,
riskiert er, seinen Randstand zu verschärfen und wie der Peruaner César Vallejo, der 1938 in Paris
verhungerte, stolzer Paria zu werden. Jochen Winter hat diesen Schritt gewagt und lebt seit zwanzig
Jahren als freier Autor auf dem Montmartre, dem Märtyrerberg. Paris wurde ihm Lebensraum, aber nicht
Thema seiner elementaren Gedichte, die unser irdisches Sein einbetten in den Strom kosmischen Werdens
und Vergehens in all seiner Schönheit und Unerschöpflichkeit.
Eintritt 5 Euro/3 Euro
Montag, 16. Januar 2012 um 20 Uhr
„Der Gang aufs Eis“ Lesung und Gespräch zum 100. Todestag des Dichters Georg Heym
Sächsische Akademie der Künste, Blockhaus, Neustädter Markt 19, 01097 Dresden
Der junge Georg Heym (geboren 1887), einerseits leidend unter der als streng empfundenen Erziehung
seines Vaters, andererseits umhergetrieben von der gesellschaftlichen Umbruchsituation der
Jahrhundertwende, war Wegbereiter des literarischen Expressionismus. Nicht nur seine Gedichte, auch
Heyms früher Tod mit 24 Jahren, machen ihn zum ewig Verbündeten der Jugend. Das Zweifelnde, Suchende
in seiner apokalyptischen, bildgewaltigen Lyrik mit den zentralen Themen Großstadt, Zerstörung und
Aufbruchserwartung bilden die Brücke zur Gegenwart. Die Autoren Jan Wagner, Kerstin Hensel und
Richard Pietraß werden Heyms Dichtungen in Lesung und Interpretation beleuchten und im Gespräch seine
Anziehungskraft und Aktualität diskutieren.
Moderation: Wilhelm Bartsch
Dienstag, 6. Dezember 2011 um 20 Uhr
Dichterleben: Richard Pietraß im Gespräch mit Peter Huckauf
Literaturforum im Brecht-Haus, Chausseestraße 125, 10115 Berlin-Mitte
Der Verlust beider Eltern brachte den 1940 an der Schwarzen Elster Geborenen bald nach Beginn seiner
Schulzeit zu Verwandten ins Ruhrgebiet. Und es dauerte bis 1974, dass er, schon ein Jahrzehnt in Berlin,
die Siemenswelt gegen die Welt der Bücher tauschte und Dichter wurde. Als feinsinniger Sprachspieler,
Heimatsucher und von der Heimat Heimgesuchter, fand er bei seinen Wiederbegegnungen mehr als er in der
Kindheit verließ: die Welt der Lausitzer Sorben mit ihren offenen Türen zu den östlichen Nachbarn,
denen er als Gast ihrer Treffen und Nachdichter die Treue hält.
Eintritt 5 Euro/3 Euro
Montag, 28. November 2011 um 19 Uhr
Richard Pietraß: Pariser Lust
Buchpremiere und Deutsch-Französische Lesung mit dem Autor und
seinen Übersetzern Alain Lance und Gabriele Wennemer
Goethe-Institut - 17 avenue d'Iéna, 75116 Paris
Von den
Seiten des Goethe-Instituts Paris:
„Geschätzt als melancholischer Sprachspieler der Sächsischen Dichterschule gelingt dem seit vierzig
Jahren in Berlin lebenden Autor mit diesen übermütigen kurzen Gedichten etwas Kostbares:
hochpoetisch
und zugleich heiter Zeugnis zu geben von einer seiner späten Liebe, die ihren Mittelpunkt
in Paris hat,
immer aber auch ein offenes Auge behält für die Lust der anderen. So hatten die beiden
Nachdichter,
der Freund Alain Lance, selbst ein funkelnder Poet, und die sprachverliebte Dolmetscherin
Gabriele Wennemer, alle Zungenhände voll zu tun, diese Gaukelspiele und Feuerwerkskörper
heil ans
französische Ufer zu zaubern und nochmals in den Himmel zu schießen.“
Eintritt frei - Reservierung empfohlen: Tel. +33 1 44439230
Dienstag, 1. November 2011 um 20 Uhr
Tomas Tranströmer - Ein großer Dichter aus Schweden!
Lesung & Gespräch über den Literaturnobelpreisträger 2011 mit Richard Pietraß
Literaturladen Wist in der Dortustr. 17, Potsdam
Das schmale lyrische Gesamtwerk von Tomas Tranströmer hat auch außerhalb Schwedens großen Einfluß ausgeübt;
besonders aber in Deutschland. In seinen Gedichten kommt eine innere, erträumte Welt hinter der
Wirklichkeit zur Sprache, die in ihrer exakten Schönheit ein Gegenbild zeichnet. Ganz Schweden ist
über die Juryentscheidung hellauf begeistert, denn Tranströmer ist ihr größter lebender Dichter.
Richard Pietraß ist einer seiner Übersetzer und hat zahlreiche
Gespräche mit dem schwedischen Autor geführt. Des weiteren betreut er die traditionsreiche Lyrikreihe
"Poesiealbum", in der Ende Oktober ein Tranströmer-Heft erscheinen wird.
Moderation: Hendrik Röder
Eine Veranstaltung des Brandenburgischen Literaturbüros und des Literaturladens Wist.
Mittwoch, 2. November 2011 um 19 Uhr
Lyrik im Gewölbekeller: Eine Lesung mit Klaus Rainer Goll, Therese Chromik und Richard Pietraß
Buddenbrookhaus (Gewölbekeller), Heinrich-und-Thomas-Mann-Zentrum in der Mengstraße 4, Lübeck
Es lesen Klaus Rainer Goll (Groß Sarau, Lübecker Autorenkreis), Therese Chromik (Husum, Lübecker Autorenkreis)
und Richard Pietraß (Berlin).
Begrüßung: Kerstin Klein (wissenschaftliche Mitarbeiterin des Buddenbrookhauses)
Moderation: Jürgen Schwalm (Lübecker Autorenkreis)
Eine Veranstaltung des Lübecker Autorenkreises in Zusammenarbeit mit dem Buddenbrookhaus
Donnerstag, 27. Oktober 2011 um 20 Uhr
Dicht dran! Niedersächsischer Salon der Poeten
Saal der Osnabrücker Lagerhalle, Rolandsmauer 26, 49074 Osnabrück
Verschiedene Tonarten und Ausdrucksformen der Gegenwartslyrik präsentieren Artur Becker, Nora Bossong, Gyde-Callesen,
Georg Oswald Cott, Caroline Hartge, Katharina Höcker, Tina Stroheker und Richard Pietraß.
Eigene Akzente setzt das Frieder Schenck Sextett durch gekonnte Verschmelzung von Musik, Literatur und Komödiantentum.
Moderation: Jutta Sauer und Hartwig Struckmeyer
Abendkasse 16/13 €, Vorverkauf 14/11 €
Eintrittskarten über Lagerhalle Osnabrück: Telefon 0541 338 74-0
Ein Landesprojekt des Fördererkreises deutscher Schriftsteller in Niedersachsen und Bremen e.V.
Mittwoch, 22. Juni 2011 um 20 Uhr
Dichterleben: Richard Pietraß im Gespräch mit Jürgen Rennert
Literaturforum im Brecht-Haus, Chausseestraße 125, 10115 Berlin-Mitte
Aus dem 1943 in Berlin geborenen Kriegskind wurde, mangels langen Löffels,
ein Hitzkopf mit verbranntem Mund. Lieber als sich auf die Füße trat er anderen auf den Schlips.
Schon seine ersten hintersinnigen Gedichte, für frühreife Kinder und alterslose Erwachsene,
sprengten den Rahmen des Genehmen. Gegen den Strich dichtete er auch später.
Dafür ließ er sich gern abbürsten: poetischer Nachfahr so ungleicher Ahnen wie Heine und Benn,
ihnen nicht nachstehend in der Lust an politischer Provokation und ästhetischem Schock.